Schwesternschaft

Frauenkreise

Sister Circles

Der Zauber in einem Frauenkreis kann nicht geplant werden, er kann nur geschehen! Bei einem Sister Circle – einem Schwestern- oder Frauenkreis – geht es um die natürliche Rückverbindung mit der weiblichen Kraft. 

WARUM NUR FRAUEN? Das hat einen einfachen Grund. Wir wollen weibliche Qualitäten in der Gemeinschaft stärken. Egal in welchem Kulturkreis, traditionell gab es schon immer Phasen wo Frauen unter Frauen in regelmäßigen Abständen zusammen kamen – so wie Männer mit ihresgleichen auch. Das Zusammenkommen mit dem gleichen Geschlecht hat nichts Trennendes, sondern etwas Stärkendes.

Das Annehmen von Kreisläufen, chaotischen emotionalen Zuständen und Rückzugsphasen hat wenig Platz in unserer modernen Welt. Genau das will ich mit den Frauenkreisen wieder kultivieren. Das Annehmen. Den Zyklus. Den Kreislauf.

Beim Frauenkreis findest du einen geschützten Rahmen für eine Reise zu dir selbst. Wir erfahren unseren eigenen Körper, entdecken verborgene Emotionen und Sehnsüchte und finden für all das neue Wege der Entfaltung und des Ausdrucks. Tanz, Berührung, Geführte Meditationen, Gesprächskreise, nährende Begegnungen, Rituale und Körperreisen verbinden uns tiefer mit den eigenen Quellen. Nichts wird gepuscht oder erwartet. Es geht um Vertrauen, fließen-lassen, annehmen. Wir lernen, uns wieder gegenseitig zu unterstützen – den Konkurrenzkampf abzulegen. Wir werfen die Rollen und vielen Ansprüche ab, wie eine Frau heutzutage vermeintlich sein sollte. Wir feiern, lachen und tanzen wie in alten Zeiten im Kreis der Schwestern und kehren genährt und voller Inspiration in unseren Alltag zurück.

 

WIR WOLLEN…

* raus aus dem Anpassungsmodus
* uns lösen von Erwartungs- und Rollenmustern
* den eigenen Körper hören und ihn sprechen lassen
* die Emotionen sprechen lassen, sie wahrnehmen und ausdrücken
* in die Stille unseres Herzens tauchen
* vom TUN und DENKEN ins SEIN kommen
* Zugang zur inneren Stimme und den Bedürfnissen finden
* uns austauschen und unser Wissen, Fragen und Befindlichkeiten teilen

Ich orientiere mich in meinen Frauenkreisen an das Konzept der „Tempelgruppen“ von „awakening women“:

WENIGER REDEN, MEHR FÜHLEN

Der Frauenkreis wird von individuellen Aufarbeitungsprozessen und dem Mitteilen von persönlichen Geschichten frei gehalten. Wenn wir uns im Frauenkreis auf unsere Schatten, unseren Schmerz, Probleme und Herausforderungen konzentrieren, versuchen wir nicht, diese zu verstehen. Wir versuchen nicht, etwas zu verändern oder los zu werden. Stattdessen akzeptieren und feiern wir all die Facetten des Lebens. Wir treten in einen Raum, in dem alles willkommen ist gefühlt werden darf. Anstatt von unserem Schmerz zu reden, drücken wir ihn körperlich aus, sind ganz authentisch im Schmerz und erlaben ihm, uns zu unserer Wahren Natur zurück zu führen.

Sprich durch deine Augen, durch Berührungen, Bewegungen, durch deine Energie und durch dein Wesen. Erlaube es dir, in der Stille deines Herzens zu ruhen. Es gibt Übungen, bei denen wir sprechen und unsere Erkenntnisse und Weisheit miteinander teilen. In erster Linie geht es jedoch darum, unseren Körper sprechen zu lassen und ihm zuzuhören. Wir bewegen uns, lassen den Atem freien lauf, stöhnen und seufzen, tanzen, lachen, und erfahren Emotionen in ihrem natürlichen Fluss.

NICHT VERÄNDERN-WOLLEN, SONDERN ANNEHMEN

In unserem Alltag haben wir die Gewohnheit, unsere Gefühle zu analysieren, ihnen Widerstand zu leisten, oder aber in ihnen zu schwelgen, in dem wir eine Geschichte oder ein emotionales Drama um sie herum stricken. Wir wollen etwas Neues lernen: diese Empfindung zu spüren, sie mit unserem Atem zu umschmeicheln, und dem Gefühl mehr Raum zu geben, damit es frei fließen kann. Wir fühlen voll und ganz und lassen dann los…

 

MEIN EIGENER WEG

Ich habe früh gelernt, dass es erstrebenswert ist, stark zu sein, unabhängig und taff. Es fiel mir schwer, mich voll und ganz hinzugeben, Abhängigkeit als einen positiven Aspekt einer Beziehung zu sehen, um Hilfe zu bitten oder meine Gefühle ganz zu zeigen. Erst mit der Zeit habe ich erkannt, dass dies auf Kosten einer Einpanzerung meines Herzens geschieht und ich so einen Teil von mir abtrenne. Den Teil, der unsicher und verletzlich ist, der sich anlehnen und in den Arm genommen werden möchte.

Ich beobachte, dass es vielen Frauen so geht, oftmals weil wir Mütter hatten, die in ihrer Weiblichkeit kein gutes Vorbild für uns waren, da sie nie in ihre Kraft gekommen sind – und wir alles anders machen wollten. Wir wollten keine naiven, abhängigen, in emotionalen Gewässern verlorenen und unsicheren Frauen werden. Diese nenne ich die „unerlöste Weiblichkeit“.

So sind wir in den anderen Pol gegangen, und haben uns an maskulinen Werten orientiert, zumal unsere Gesellschaft diese Werte mehr anerkennt und belohnt: lineares Denken, Logik, Durchsetzungsvermögen, Erfolg, Wissenschaft, Struktur. Gegen diese Qualitäten ist erstmal auch nichts einzuwenden, wenn wir jedoch nur bestimmte Aspekte unserer Persönlichkeit leben können, und uns nicht das ganze Spektrum erlauben, spüren wir mit der Zeit, dass etwas fehlt. So ging es zumindest mir persönlich, und es war ein wertvoller Weg, meine Verletzlichkeit, Sinnlichkeit, Gefühle wie Wut und Schmerz, Unsicherheit und Unbeständigkeit anzunehmen.

Umgekehrt gibt es Frauen, die ihre Kraft und Macht nicht annehmen können. Schon allein das Wort „Macht“ hat eine negative Konnotation und wird mit Übergriff, Fremdbestimmung und Gewalt assoziiert – mit der „unerlösten Männlichkeit“. Wenn dieser Aspekt nicht angenommen und integriert wird, kommt die Frau nicht in ihre Schöpferkraft und findet ihren Ausdruck und ihre Mission nicht in der Außenwelt.

SCHWERT UND SCHALE

Daher ist es wichtig, die Balance zwischen der femininen und der maskulinen Qualität in uns selbst zu finden. Dies ist mein eigener Lern- und Erfahrungsweg und mein ureigenstes Anliegen bei den Frauenkreisen. Die schönste Metapher dafür ist für mich „die Dakini“: eine Göttin, die beide Qualitäten präsentiert und vereint: in der einen Hand hält sie eine Schale (weibliches Prinzip, Hingabe, Bindung, Verletzlichkeit) und in der anderen Hand ein Schwert (maskulines Prinzip, Kraft, Macht, Struktur, Klarheit). Wir Frauen, genauso wie Männer, haben all diese Anteile in uns. Es gilt, zu erspüren, ob wir bestimmte Anteile verdrängen, oder andere überbetonen. Wir werden wohl nie dauerhaft in eine gleichbleibende Mitte kommen, doch sollten wir die Freiheit haben, auf alle Kräfte zugreifen zu können, wenn wir sie brauchen, wenn sie gefragt sind oder sich einfach nur zeigen wollen. Indem wir eine natürliche Balance zwischen dem Femininen und Maskulinen in uns herstellen, stellen wir diese in unseren persönlichen Beziehungen, und auch in der Welt her.

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